Kalilauge            KOH  aq.

C
ätzend


Kunststoffstopfen 
verwenden!

farblose Lösung
RS-Sätze:   
R 35, S 26 37/39 45
Entsorgung: G 4

MG (KOH): 56,11 g/mol   
Dichte (47%-ige Lösg.): 1,50 g/cm 3
Wasserlöslichkeit:
in jedem Verhältnis mischbar

Eigenschaften:
Konzentrierte Kalilauge besitzt ähnliche Eigenschaften wie Natronlauge. Sie ist eine sehr starke Lauge, die Haut und Augen verätzt. Steht sie längere Zeit an der Luft, nimmt sie Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und wandelt sich allmählich in eine Pottaschenlösung um:

2 KOH  +  CO 2   ----->  K 2 CO 3   +  H 2 O   

Mit Salzsäure bildet sich in einer Neutralisationsreaktion Kaliumchlorid und Wasser:

KOH  +  HCl  ----->  KCl  +  H 2 O

Herstellung:
Im Labor kann man Kalilauge durch vorsichtiges Lösen (Wärmeentwicklung!) von Kaliumydroxid in Wasser herstellen. Bei 20 °C lösen sich 1120g Kaliumhydroxid pro Liter Wasser. In der Technik stellte man das Kaliumhydroxid früher mit Pottasche und gelöschtem Kalk her:

K 2 CO 3 + Ca(OH) 2 ---> CaCO 3 +  2 KOH

Heute gewinnt man Kaliumhydroxid vorwiegend durch eine Elektrolyse von Kaliumchlorid bei der Chloralkali-Elektrolyse.

Verwendung:  
Zur Seifenherstellung; zur Gewinnung von anderen Kaliumsalzen, z.B. Pottasche; bei der Entwicklung von Filmen; bei Farbstoffsynthesen.